Ein Haushaltsbuch führen, aber wie?

Altmodisches Haushaltsbuch

Auf den ersten Blick scheint es spießbürgerlich und aufwendig zu sein, ein Haushaltsbuch zu führen. Man stellt sich hierbei typischerweise ein dickes Buch mit akribisch erfassten Zahlen vor, in das man bei jeder Gelegenheit mit viel Zeitaufwand alles protokolliert was man so konsumiert. Und dieses Bild stimmt auch heute noch - fast. Während man hierfür in früheren Zeiten wirklich ein Buch nutzte, haben wir heute im Idealfall eine Software, beispielsweise eine App, die uns bei der Eingabe der Daten unterstützt und durch die der Nutzen der aufwendigen Aufzeichnungen durch umfangreichere Analysemöglichkeiten erhöht wird.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 führen nur etwa 35% der Deutschen ein Haushaltsbuch [1] und fast 1/3 davon nutzt hierfür sogar noch die Papier-Variante. In diesem Artikel möchten wir zeigen wie es besser geht und worauf man dabei achten muss. Ist man eher Autodidakt, dann kann man das Aquamarin Haushaltsbuch kostenlos downloaden und ohne weitere Anleitung loslegen.

Was ist das Ziel?

Sparen

Egal welches Tool man verwendet, die eigenen Finanzen regelmäßig zu protokollieren ist mit Selbstdisziplin verbunden und da sollte man schon wissen warum man das eigentlich macht. Zum einen kann man durch seine Aufzeichnungen unnötige Ausgaben besser aufspüren und zum anderen verschafft man sich auch einen Überblick der möglichen Sparquote. Sparen kann dabei viele Gründe haben. Häufig für die Altersvorsorge, als Vorsorge gegen Unvorhersehbares oder für größere Anschaffungen [2]. Aber wie spart man mit einem Haushaltsbuch denn eigentlich Geld?

Während man auch ohne Haushaltsbuch bereits eine vage Vorstellung seiner regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben hat, wird das bei gelegentlichen Ausgaben schon schwieriger. Wobei selbst regelmäßige Vorgänge schwer im Gesamtverhältnis zu bewerten sind. Sind beispielsweise die monatlichen Ausgaben für Benzin und Lebensmittel immer konstant? Wieviel Prozent des Einkommens machen diese Posten aus? Lohnt es sich das zu optimieren, beispielsweise indem man die Marke oder sogar den Supermarkt wechselt? Möchte man Geld sparen, dann erkennt man durch ein Haushaltsbuch wo es sich wirklich lohnt.

Protokolliert man vor und nach den Sparmaßnahmen sein Konsumverhalten, dann wird man durch ein Haushaltsbuch dabei unterstützt die Sparmaßnahme zu kontrollieren bzw. zu bewerten und das motiviert dann auch wieder weitere Stellschrauben zu bewegen. Man verschafft sich also eine genaue Übersicht der eigenen Finanzen und kann diese je nach Werkzeug mehr oder weniger genau auswerten.

Das Haushaltsbuch sollte dem Anwender neben dem zeitlichen Verlauf und den Einzelpositionen auch die Summe der Kategorien anzeigen. Umso umfangreicher die Auswertungsmöglichkeiten der Software sind, desto nützlicher werden die erfassten Daten für den Hobby-Analysten und genau dann lohnt es sich auch der Aufwand alle Daten akribisch zu erfassen

Welche Möglichkeiten und Methoden gibt es ein Haushaltsbuch zu führen?

Generell sollte man sich zunächst seine Ziele und Vorsätze bewusst machen. Es ist beispielsweise hilfreich aufzuschreiben welche Ausgaben man reduzieren möchte und wie dieser Vorsatz erreicht werden kann. Eine Möglichkeit ist auch die voraussichtliche Ersparnis, bzw. das monatliche Budget zu definieren. Während es für Fixkosten noch relativ einfach ist immer unter einem festgelegten Budgetgrenze zu bleiben, ist das bei variablen Kosten schon deutlich schwieriger.

Eine möglichst umfangreiche Protokollierung ist die beste Möglichkeit ein Haushaltsbuch zu führen, zumindest wenn man die passende Software hierfür nutzt. Umso genauer, desto besser. Es ist dann Aufgabe der Software die eingegebenen Daten aufzubereiten und die Darstellung dem Ziel sinnvoll anzupassen. Aber eine Software ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit. Generell kann zwischen dem Papier-Haushaltsbuch und einer Haushaltsbuch-Software unterschieden werden.

1. Papierbasiertes Haushaltsbuch

Altmodisches Haushaltsbuch

Viele Menschen ziehen die Dokumentation auf Papier der elektronischen Variante vor. Im Fall eines Haushaltsbuchs hat das aber einige Nachteile. Der größte Nachteil papierbasierter Haushaltsbücher ist die fehlende Analyse-Möglichkeit. Es muss für die Dokumentation zwar mindestens der gleiche Aufwand investiert werden, wie in eine Software-Lösung, der Nutzen für den Sparer ist aufgrund der fehlenden Möglichkeiten zur Auswertung aber deutlich geringer und der Umwelt tut man damit auch keinen Gefallen [3].

1.1. Als gekauftes Buch

Ähnlich wie ein Kalender in Form eines Buchs, kann ein spezielles Haushaltsbuch in Papierform dafür genutzt werden die monatlichen Ausgaben zu protokollieren. Je nach Variante entspricht dann eine Seite einem Tag, einer Woche oder manchmal auch nur einem Monat. Typischerweise enthalten solche Haushaltsbücher auch vorgefertigte Kategorien, wobei diese natürlich nicht mehr individualisiert werden können. Zu kaufen gibt es diese Bücher beispielsweise bei Amazon

1.2. Selbst ausgedruckt

Möchte man beispielsweise die Kategorien noch selbst anpassen und weitere Details individualisieren, dann kann man sich eine Vorlage holen und ein Haushaltsbuch ausdrucken. Die hier angebotene Vorlage ist nur ein mögliches Beispiel und entspricht aufgrund des Umweltschutzes und der fehlenden Möglichkeiten der Datenanalyse nicht dem Stand der Möglichkeiten.

2. Haushaltsbuch Software

Eine softwaregestützte Erfassung ist auf jeden Fall die richtige Wahl. Egal ob man als Schüler oder als Renter seine Finanzen überblicken möchte. Über die richtige Software kann man mehr aus den Daten rauslesen, als es Papierform möglich wäre.

2.1. In Excel

Excel ist zumindest besser als die Erfassung in Word, aber lange nicht so gut wie eine speziell dafür entwickelte Software. Grundsätzlich kann sich jeder Office-Anwender (Office ist als OpenOffice auch kostenlos erhältlich) jeder selbst ein Excel-Haushaltsbuch (bzw. ein Calc-Haushaltsbuch) erstellen. Mit einer Vorlage geht das aber natürlich deutlich leichter. Natürlich wird auf dieser Seite auch erklärt wie man ein Excel-Haushaltsbuch erstellt wird hier erklärt.

2.2. Als Desktop-App

Es gibt eine Vielzahl an Haushaltsbüchern für den Desktop. Sowohl für Windows, Mac als auch Linux. Während sich der typische Linux-Anwender seine Software in der Regel als Open Source installiert, beispielsweise gibt es für Ubuntu-Linux bereits einige gute Finanzverwaltungssysteme, ist der typische Mac oder Windows-Anwender hier deutlich wählerischer. Die angebotenen Produkte unterscheiden sich hierbei je nach Bedarf. Das Aquamarin Haushaltsbuch beispielsweise wurde für den typischen Privatanwender konzipiert und erfüllt dessen Wünsche hervorragend.

2.3. Als Mobile-App oder im Web

Eine Haushaltsbuch App oder eine Web-Variante ist super praktisch, um jederzeit alle Einnahmen und Ausgaben zu protokollieren. Leider sind die Möglichkeiten dieser Systeme häufig begrenzt. Auch das Aquamarin Haushaltsbuch wird zukünftig als App angeboten, wobei wir hier nicht auf die Analyse-Möglichkeiten verzichten wollen.

Finanzen kategoriseren

Die Kategorien für ein Haushaltsbuch zu erstellen ist eine Kunst für sich und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. In einem gesonderten Artikel wird innerhalb der nächsten Tage erklärt welche Kategorien für Einnahmen und Ausgaben sinnvoll sind und welche Fehler hierbei vermieden werden müssen.

Fragen zum Haushaltsbuch

Fragen zu der hier angebotenen Haushaltsbuch-App werden hier beantwortet und sollte hier keine Antwort zu finden sein, dann kann natürlich auch einfach über den hier zur Verfügung gestellten Support-Bereich eine Anfrage gestellt werden.

Allgemeine Fragen und Antworten zum Haushaltsbuch werden hier beantwortet. Alternativ können mögliche Fragen auch gerne über das hier zur Verfügung gestellte Kontaktformular gestellt werden.

Quellen

[1] Halten Sie Ihre täglichen Ausgaben an einer zentralen Stelle fest, beispielsweise in einem Haushaltsbuch, einer App fürs Smartphone oder in einem Programm auf dem PC?

[2] Wofür sparen Sie persönlich?

[3] Aus Wäldern wird Papier